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01.10.2018 10:10

Weltumrundung im Auftrag der OSB AG

Die Arbeit für die OSB AG ist spannend. Wie spannend, das belegt jetzt ein beeindruckender Reisebericht von zwei Mitarbeitern vom Standort Leipzig: Tino Oelke, Consultant Equipment Engineering und Frank Schneider, Junior Consultant Equipment Engineering, sind für die OSB AG kürzlich nach China und in die USA gereist. Was sie alles erlebt haben, verraten sie hier in ihrem Reisetagebuch.

Im Verlauf einer externen Anlageninbetriebnahme reisten wir, Tino Oelke und Frank Schneider, ins Ausland. Startschuss war Anfang Mai 2018. Zunächst ging es für vier Wochen nach Wuxi, China und anschließend direkt weiter ebenfalls für einen 4-wöchigen Einsatz nach Charleston, USA. Abschließend flogen wir, nach einer Woche Urlaub inkl. Roadtrip von Charleston nach Miami, wieder nach Deutschland und beendeten damit unsere Weltumrundung.

Erste Station: China

Das erste Reiseziel war Wuxi in der Provinz Jiangsu, eine mittelgroße Metropole mit 6,5 Mio. Einwohnern im 100 km-Umkreis von Shanghai. Der Auftraggeber war ein chinesisches Joint-Venture-Unternehmen. Bei der Anlage handelte es sich um ein Teilsegment einer Produktionslinie für Einspritzventile von KFZ-Ottomotoren.

Für einen Wochenendausflug ging es nach Shanghai mit Sightseeing inklusive des Besuches der Aussichtsplattform des Shanghai-Towers, dem zweithöchsten Gebäude der Welt. Außerdem haben wir einen Ausflug zu der riesigen Buddha Statue „Grand Buddha at Ling Shan“ mit Besichtigung der umliegenden Tempelanlagen unternommen und konnten uns viele Eindrücke von dieser ganz anderen Welt verschaffen. Unter anderem sind uns der sehr gastfreundliche Umgang und die offene Kultur aufgefallen. Insbesondere in den Abendstunden sieht man Menschen gemeinschaftlich auf öffentlichen Plätzen Karaoke singen und tanzen. Da stört es auch niemanden, wenn in unmittelbarer Nähe zueinander drei verschiedene Musikgenres gespielt werden. Dass die Bevölkerungsdichte sehr hoch ist, bemerkt man außerdem in den top organisierten öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber auch hier gibt es wenig Privatsphäre für den Einzelnen. 

Ganz normal: Bargeldlos via App bezahlen

Eine Besonderheit war das Essen in der Kantine und den Restaurants, welches wir als speziell, ausgefallen und teils sehr scharf beschreiben möchten. Beeindruckend war auch, dass die Menschen in vielen Dingen hoch technologisiert sind, so wird unter anderem bargeldlose Bezahlung durch Apps überall praktiziert und Bargeld nimmt hier nur noch eine untergeordnete Rolle ein. So weit der technische Fortschritt auch ist, war die schlechte Luftqualität in der Stadt des Öfteren deutlich spürbar und das obwohl der Großteil der Chinesen Elektroroller fährt. Außerdem gewöhnungsbedürftig für uns als Europäer waren die Klimaanlagen, die überall zu finden sind.

Chinas Internet ist größtenteils von der westlichen Welt durch die „Great Firewall“ getrennt. Nur mit Hilfe spezieller Apps war die Kommunikation über WhatsApp, Facebook und Co. möglich. Chinesen stehen auf alles, was skurril und bunt ist. Man hat manchmal das Gefühl, dass die Chinesen einen westlichen Lebensstil führen möchten, aber mit kulturell gewachsenen „Altlasten“ und Überbevölkerung zu kämpfen haben.

Das projektbezogene interdisziplinäre Zusammenspiel mit anderen Gewerken und Firmen zu verwirklichen sowie den finalen Abnahmelauf innerhalb des vorgegebenen Projektplans mit knapper Zeitschiene zu absolvieren, waren wahre Herausforderungen. Die Anlagen mussten in einen betriebsbereiten sowie sicheren Zustand gebracht und das Know-how der Anlage an die chinesischen Kollegen vermittelt werden, sodass diese den Service übernehmen konnten. Das hieß für uns: Arbeiten in ständiger Begleitung chinesischer Mitarbeiter, da sie lernen sollten, wie die Anlage bedient wird. Dies bei Unterschreitung der persönlichen Distanzzone unter 50 cm, weil jeder unserer Handgriffe ganz genau beobachtet wurde. 

Zweites Ziel: Charleston / USA

Unser zweites Reiseziel, Charleston in South Carolina, ist eine mittelgroße historische Stadt an der Ostküste der USA mit ca. 130.000 Einwohnern. Dort nahmen wir ein weiteres Segment der Produktionslinie für Einspritzventile in Betrieb. 

Im Werk unseres Kunden gab es viele deutschsprachige Mitarbeiter, wodurch schnell ein Zuhause-Gefühl herrschte. Aber wir standen auch hier wieder vor den gleichen Herausforderungen wie in China: Interdisziplinäres Zusammenspiel mit anderen Gewerken und Firmen unter einer knappen Zeitvorgabe. Im Vordergrund für uns stand, den finalen Abnahmelauf innerhalb des Zeitraumes zu absolvieren. Die Inbetriebnahme stellte uns allerdings wider Erwarten vor größere Probleme als in China. Letztlich haben wir aber auch dieses Kind im Zeitplan geschaukelt bekommen. 

Zwischenstopp am Cape Canaveral

In unserer Freizeit besichtigten wir den Museums-Flugzeugträger „USS Yorktown“ und suchten Abkühlung im 27 Grad warmen Atlantik entlang der traumhaften Strände. Ein unvergessliches Erlebnis während unseres Roadtrips nach Miami war der Zwischenstopp im Kennedy Space Center am Cape Canaveral, wo wir das Space Shuttle Atlantis und die Saturn V - Mondflugrakete, mit der die Amerikaner als erste den Mond besuchten, besichtigen konnten. Im Angesicht dieser geschichtsträchtigen technischen Errungenschaften ging uns das Ingenieurs-Herz auf.

Unsere Eindrücke sind von einem sehr gastfreundlichen, offenen und gelassenen Umgang mit den „Locals“ und von Sommer, Sonne, Strand und Palmen geprägt. Außerdem beeindruckte uns der entschleunigte Lifestyle, der sogenannte „American way of life“. Besonders hervorzuheben ist die Art, stressfrei durchs Leben zu gehen. Hierzu trägt insbesondere das gemeinsame Essen in Restaurants bei, da der typische Amerikaner gerne ausgeht. 

Unser Fazit

Alles in allem war es für uns eine wertvolle und lehrreiche Erfahrung in zwei sehr unterschiedlichen Kulturen, die trotzdem viele Gemeinsamkeiten haben. Beide pflegen einen sehr freundlichen und offenen Umgang mit ihren Gästen und interessieren sich für einen Erfahrungsaustausch. 

Frank und Tino

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