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15.11.2017 10:11

Richtig Bewerben: Der Lebenslauf

Ob Sie ins Berufsleben starten oder eine neue Herausforderung suchen – der Lebenslauf ist ein wichtiger Türöffner bei einer Bewerbung. Neda Gusic-Sejfic, Senior Recruiter bei der OSB AG in München, verrät Tipps und Tricks für einen guten ersten Eindruck.

Frau Gusic-Sejfic, seit zehn Jahren sind Sie bei der OSB AG tätig, davon sechs Jahre im Bereich Recruiting. Wie muss ein Lebenslauf aussehen, um einen erfahrenen Recruiter zu beeindrucken?
Neda Gusic-Sejfic: Eine gute Bewerbung ist leichter erstellt als gedacht. In erster Linie ist es wichtig, dass der Bewerber sich Mühe gibt. Das sieht man auf den ersten Blick. Niemand möchte ein liebloses Schreiben in Händen halten und das Gefühl haben, die 100. Station zu sein. 

Was sind die wichtigsten Grundlagen für einen gelungenen Lebenslauf? 
Neda Gusic-Sejfic: Es kommt immer gut an, wenn der Lebenslauf sauber strukturiert ist. Die unterschiedlichen Stationen sollten übersichtlich aufgeführt und mit Leerzeichen voneinander getrennt sein. Der letzte Job steht zuoberst. Bei Softwareentwicklern ist es vorteilhaft, wenn sie Technologien, mit denen sie gearbeitet haben, gleich den jeweiligen Positionen zuordnen.

Wie weit sollten Bewerber zeitlich zurückgehen?
Neda Gusic-Sejfic: Wir freuen uns über detaillierte Informationen zum Werdegang. Der Lebenslauf sollte jedoch nicht zu überladen sein. Bei etwa 20 Jahren Berufserfahrung reicht es, die letzten zehn Jahre aufzuführen mit dem Verweis, dass bei Interesse weitere Informationen nachgereicht werden. Auch Grundschule und erste Schuljahre können beiseite gelassen werden. Die Angaben von Abitur und Universitätsabschluss sind in der Regel ausreichend. 

Sind Lücken im Lebenslauf oder Kündigungen ein Nachteil?
Neda Gusic-Sejfic: Nein – sofern der Bewerber sie offen angibt. Ehrlichkeit ist das Wichtigste in einer guten Bewerbung. Also nicht sagen „Ich habe gekündigt“, wenn man entlassen wurde, sondern dazu stehen. Vertuschungen kommen immer ans Licht. Das gilt auch für Zeugnisse. Sie sollten vollständig sein, denn wir fordern sie ohnehin an. 

Bewerbung per Email oder via Online Jobportal, was ist besser?
Neda Gusic-Sejfic: Viele Bewerber senden uns ihre Unterlagen per Email statt über das OSB Jobportal, weil sie befürchten, dass ihre Bewerbung dort übersehen wird. Hier kann ich jedem den Zweifel nehmen: Morgens prüfen wir Recruiter als erstes den Eingang im Online Portal. Bewerbungen, die hier ankommen, können wir sogar besser und direkt im System bearbeiten. Der Absender erhält sofort eine Eingangsbestätigung. Dieser Bewerbungsweg ist absolut sicher und empfehlenswert.

Gibt es Strategien, von denen Sie abraten?
Neda Gusic-Sejfic: Manche Bewerber, die abgelehnt wurden, reichen jeden Monat erneut ihre Unterlagen ein und bewerben sich auf weitere Stellen. Das führt nicht zum Ziel. Wenn uns ein Bewerber überzeugt, aber auf andere Stellen besser passt, dann schlagen wir ihm diese Alternativen vor. Es kommt auch vor, dass sich Bewerber überschätzen. Etwa, wenn sehr gute Deutschkenntnisse gefragt sind. Hier sollte jeder ehrlich zu sich selbst sein und sich nicht überfordern. 

Verraten Sie Insider-Tipps, mit denen man besonders bei Recruitern punktet?
Neda Gusic-Sejfic: Statt über „Sehr geehrte Damen und Herren“ freuen wir uns über eine persönliche Ansprache. Sie zeigt, dass jemand sich Zeit genommen und den Namen recherchiert hat. Ein freundliches Foto sowie ein Anschreiben mit einigen zusammenfassenden Sätzen zur Person sind ebenfalls positiv. Die OSB AG ist ein sympathisches Unternehmen mit netten Kollegen. Wir freuen uns über sympathische Bewerber, die mit Kompetenz und Engagement unser Team bereichern. 

Noch Fragen? Unsere Recruiter beatworten diese gerne!

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