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31.10.2019 13:10

Bachelorarbeit bei der OSB AG: Android-App für Schwarmrobotik

Julius Roth hat bei der OSB AG seine Bachelorarbeit verfasst. Als Informatik-Student hat er eine Android-App im Bereich der Schwarmrobotik entwickelt und darüber seine Arbeit geschrieben. Mittlerweile steckt er mitten im Informatik-Master mit Schwerpunkt Software Development. Im Interview spricht er über seine Bewerbung, die Arbeit im Team und darüber, was er Studierenden empfiehlt, die ebenfalls darüber nachdenken, ihre Bachelorarbeit bei einem Unternehmen zu schreiben.

Warum hast Du dich dazu entschieden, Deine Bachelorarbeit bei einem Unternehmen zu schreiben?

Das war mir eigentlich schon recht früh klar – das Studium an sich ist ja oft recht trockene Theorie. Bei uns an der Fachhochschule ist auch ein Praxissemester vorgesehen. Das hatte ich im 5. Semester. Da habe ich dann das erste Mal Praxiserfahrung sammeln können und habe gemerkt, dass man dadurch nochmal viel besser und viel mehr lernt, als wenn man nur in den Vorlesungen sitzt. Deshalb ist eine Bachelorarbeit im Rahmen einer Werkstudententätigkeit oder direkt bei einem Unternehmen zu schreiben einfach eine Chance, die ich nutzen wollte. Außerdem schreibt man ja die Bachelorarbeit am Ende des Studiums, da ist es gar nicht mal schlecht, sich schon einmal bei einem Unternehmen vorzustellen, um dann später vielleicht da arbeiten zu können.

Und warum genau hast Du dich für die OSB AG entschieden?

Ich habe bei verschiedenen Professoren im Studium nachgefragt, ob sie mir ein Thema für die Bachelorarbeit vorschlagen können. Einer meiner Professoren hat mir dann gleich mehrere Vorschläge für die Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen gemacht, unter anderem auch von der OSB AG zum Thema „Schwarmrobotik“. Das war von allen Themen für mich einfach das interessanteste.

Wie lief denn der Bewerbungsprozess ab? War das sehr aufwendig?

Nein, überhaupt gar nicht! Das lief ja über meinen Professor, der meine Kontaktdaten an Andreas Rottmair, CSO im Vorstand der OSB AG, weitergeleitet hat. Ich habe dann nur noch meine Bewerbungsunterlagen zugeschickt und anschließend hat mir mein fachlicher Vorgesetzter, Christian Seibert, das Projekt am Telefon vorgestellt. Relativ zeitnah war ich dann nochmal vor Ort und hab mich persönlich vorgestellt und dann direkt den Vertrag unterschrieben.

Und wie lang hat das gedauert?

Überhaupt nicht lang, ich schätze mal, das war nicht länger als ein Monat.
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Wie frei warst Du denn bezüglich Deines Themas? Konntest Du da relativ viel selbst entscheiden oder war alles strikt vorgegeben?

Also die Rahmenbedingungen, das grobe Drumherum war natürlich schon vorgegeben. Aber abseits davon war ich komplett frei darin, wie ich das Thema angehe und in welche Richtung ich damit gehen will.

Was genau war denn das Thema Deiner Bachelorarbeit? Was musstest Du da umsetzen?

Da muss ich kurz ein bisschen ausholen, ich trinke lieber kurz noch einen Schluck (lacht). Also bei der OSB AG gab es aus zwei vorhergehenden Bachelorarbeiten ein Projekt „Schwarmrobotik“. In dem Projekt sollten Spielzeugroboter miteinander vernetzt werden und eine Schwarmintelligenz bilden, um miteinander interagieren zu können. Ziel war es dabei, Spielzeug auf ein anderes Level zu heben, mit viel mehr Möglichkeiten. Meine Aufgabe dabei war es ganz konkret, eine Android-App zu entwickeln, mit der man diesen Schwarm kontrollieren kann. Das ist es – zumindest grob zusammengefasst.

Hat das alles so funktioniert, wie Du Dir das vorgestellt hast oder gab es Rückschläge?

Ich habe davor noch keine einzige Android-App entwickelt und brauchte dementsprechend viel Einarbeitungszeit. Aber ich habe dann recht schnell auch erste Erfolge gehabt – Rückschläge hatte ich nicht wirklich, es ging eigentlich immer gut voran.

Hast Du viel im Team gearbeitet? Hast Du die Unterstützung bekommen, die Du brauchtest?

Ja, das auf jeden Fall. Auch, wenn ich als Entwickler der App aufgabentechnisch abgetrennt war von den Kollegen. Vor allem mit dem Kollegen Timo Stadler, der die Roboter auf der Hardware-Seite programmiert hat, habe ich sehr intensiv zusammengearbeitet. Wir mussten uns ja eine gemeinsame Schnittstelle überlegen, über die wir miteinander kommunizieren. Wir haben im gleichen Büro gearbeitet und hatten einen wirklich tollen und hilfreichen Austausch.

Du bleibst jetzt der OSB AG treu, richtig? Du machst jetzt Deinen Master und bist nebenbei Werkstudent?

Genau. Ich habe meinen Master letzte Woche angefangen und war auch in der Zwischenzeit hier als Werkstudent angestellt – das bleibt auch erstmal so. Ich arbeite allerdings mittlerweile nicht mehr an dem gleichen Projekt, sondern schon an etwas Neuem.

Geht es da auch wieder um Robotik oder um etwas ganz anderes?

Das ist dieses Mal was ganz anderes – aber eigentlich auch wieder nicht (lacht). Es geht auch hier wieder um eine App. Aber dieses Mal geht es um Sprecherverifikation – also darum, zu erkennen, wer spricht, nicht vordergründig, was gesagt wird.
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Hast Du vor, auch Deine Masterarbeit bei der OSB AG zu schreiben?

Also ich kann mir das prinzipiell sehr gut vorstellen. Mein Chef hat auch schon gesagt, dass es genügend Themen für mich gäbe, derer ich mich annehmen kann. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen.

Wie lief denn dein Arbeitsalltag während des Schreibens der Bachelorarbeit ab?

Ich habe neben dem Studium gearbeitet. Ich habe versucht, die 20 Stunden pro Woche voll zu arbeiten – ich durfte aber firmenseitig sehr flexibel sein und konnte dem Studium immer Vorrang geben. Je nachdem, wieviel gerade ging.
Ich hatte hier schon auch meinen festen Arbeitsplatz mit Schreibtisch und einem leistungsstarken PC, damit ich mich ganz auf meine App konzentrieren konnte.
Es war jetzt aber auch nicht nur ein reiner Schreibtischjob: Ich habe auch geholfen, an den Robotern rumzubasteln – gelötet, geschraubt, geschnitten oder geklebt.

Würdest Du auch anderen Studierenden empfehlen, bei der OSB AG ihre Abschlussarbeit zu schreiben?

Ja, auf jeden Fall. Ich wurde hier immer sehr gut behandelt und habe mich hier gut aufgehoben gefühlt.

Würdest Du auch anderen Studierenden empfehlen, ihre Bachelorarbeit bei einem Unternehmen zu schreiben? Hast Du Tipps, die Du weitergeben kannst?

Ich empfehle auf jeden Fall, die Bachelorarbeit bei einem Unternehmen zu machen. Man sollte sich allerdings gründlich Gedanken darüber machen, bei welchem Unternehmen man schreiben möchte und zu welchem Thema. Beim Schreiben der Bachelorarbeit lernt man nochmal wesentlich mehr als in einer Vorlesung! Das heißt, wenn man einen speziellen Themenbereich hat, den man entweder noch nicht kennt oder den man vertiefen möchte, dann ist die Bachelorarbeit auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, sich da reinzuarbeiten. Aus meiner Sicht ist das eine tolle Chance, die man unbedingt nutzen sollte.

Vielen Dank für das Interview, Julius! Wir drücken Dir auf jeden Fall die Daumen für dein Masterstudium!

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